Fazit

Die immer wieder behauptete „Geldschöpfung aus dem Nichts“ erweist sich bei näherer Betrachtung als eine Falschmeldung.
Auch die Probleme der „nicht geschöpften“ Zinsen, und die dadurch angeblich hervorgerufene Geldknappheit, existieren nicht.
Als ich das verstand, stellte sich mir die Frage, was das Ganze dann soll?
Warum wehren sich Banken nicht gegen die offensichtliche Falschdarstellung ihres Geschäftsmodells?
Warum stellen sie das Ganze nicht richtig?
Warum können ein Prof. Hörmann, ein Bernd Senf, ein Dirk Müller, ein Andreas Popp und andere weitestgehend unwidersprochen von einer „Geldschöpfung aus dem Nichts“ sprechen, ganze Bücher mit ihrer Bankenkritik füllen, wenn diese bei näherer Betrachtung falsch ist?
Dass Banken nicht widersprechen, solange die Vorwürfe zutreffen, das leuchtet ein.
Aber so?
Wem schadet die Theorie von der „Geldschöpfung aus dem Nichts“, wem nutzt sie?
Bevor ich diese Frage beantworte, hier noch einmal eine Zusammenfassung des Standpunktes, den diese Seite vertritt:

1. Werte entstehen durch Arbeit und nicht durch Geld.
2. Geld bzw. Kredit entsteht auf Basis von realen Werten und nicht umgekehrt.

Diese Sicht auf das Schuldgeld attackiert das bestehende Banken- und Geldsystem in weit größerem Maße, als der scheinbar ungeheuerliche Vorwurf der Geldschöpfungsallmacht der Banken dies jemals tun könnte!
Wenn Banken Buchgeld nur auf Basis vorhandener Werte durch Kredit „erzeugen“, also in Verkehr bringen können, dann gehört die eigentliche Macht den Werten bzw. denen, die diese erzeugen bzw. deren Eigentümern.
Damit wird die Vorstellung, die Welt sei in den Händen der Banken, schwer beschädigt, am Ende gar zerstört.
Und so wird der Zweifel an der „Geldschöpfung aus dem Nichts“ zu einer weit größeren Bedrohung für die Banken, als ein Film von „Fabian dem Goldschmied“ es jemals sein könnte.
Was, wenn der produzierende, der arbeitende Mensch plötzlich erkennen würde, dass er es ist, der Werte schafft, und nicht die Banken in ihren großen Häusern in Innenstadtlage?
Diese Vorstellung dürfte die Profiteure des derzeitigen Bankensystems weit mehr ängstigen, als die haltlosen Vorwürfe von der Allmacht der Banken.
Sollte am Ende alle Macht tatsächlich vom Werte schaffenden Volke ausgehen?
Was, wenn dieses sich dessen bewußt würde?
Angesichts dieser Vorstellung können Banken und andere Profiteure des Schuldgeldsystems mit Filmen wie dem von „Fabian dem Goldschmied“ sicher hervorragend leben.
Sollen die Menschen doch glauben, sie wären den Banken ausgeliefert!
Viel bedrohlicher wäre aus Sicht der Banken vermutlich, dieses Gefühl würde zerschlagen!
Was mich zu dem fast irrwitzig erscheinenden Schluß kommen lässt, dass die Banken selbst es sind, die von Filmen wie dem von „Fabian dem Foldschmied“ am meisten profitieren.
Und das, so muß ich gestehen, ist nach den mehr als zehn Jahren, in denen ich mich mit dem Schuldgeld auseinandergesetzt habe, eine große Überraschung.