Schmerz und Desinteresse

Kaum hatte ich das Schuldgeld in Ansätzen verstanden, wollte ich dieses Wissen mit anderen teilen.
Ich war überzeugt davon, auf ein breites Interesse und dankbare Zuhörer zu treffen.
Das Gegenteil trat ein.
Niemand, buchstäblich niemand, wollte hören, was ich zu sagen hatte.
Selbst meine erwachsenen Kinder reagierten anfangs reserviert, bestenfalls mit höflichem Interesse.
Inzwischen unterhalten wir uns darüber, warum das so war und warum es ihnen heute nicht anders ergeht.
Auch ihnen hört kaum jemand zu, selbst beste Freunde lassen sich nicht darauf ein, über Geld und Schulden zu reden.
Die Gründe für dieses Verhalten haben mich lange interessiert.
Inzwischen denke ich nicht mehr darüber nach.
„Wo das Desinteresse größer ist als der Schmerz, muß der Schmerz noch wachsen.“ (Verfasser unbekannt)
Das wird er.
Sicher.